Wie lässt sich der pH-Wert im Aquarium senken

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Mit einem Aquarium kann man sehr gut das eigene Heim verschönern. Darüber hinaus ist es ein gutes Hobby, dass sich leicht ausüben lässt und einem ein gutes Gefühl gibt. Dabei muss man jedoch auch immer das Innere des Beckens im richtigen Gleichgewicht halten. Nur so können die Fische und die Pflanzen darin gedeihen. Das Gleichgewicht hängt von vielen Faktoren ab und einer davon ist der pH-Wert des Wassers.


Den pH-Wert im Wasser absenken

Möchten Sie den pH-Wert im Wasser absenken, müssen Sie jedoch unbedingt erst einmal feststellen, was Ihre Fische brauchen. Nicht immer ist ein niedriger pH-Wert genau das Richtige. Darüber hinaus kommt es auch darauf an, welchen Wert das Wasser im Moment hat. Nur dann können Sie die Entscheidung treffen, ob der pH-Wert im Becken abgesenkt werden muss oder nicht.

Wasserwechsel

Wenn das Wasser im Becken nicht regelmäßig gewechselt wird, dann gerät der pH-Wert schnell aus dem Lot. Benötigen Ihre Fische den Wert des Leitungswassers, dann empfiehlt sich ein Wasserwechsel. So können Sie den Wert im Becken auf den Wert des Leitungswassers bringen.

Wenn der pH-Wert sich ständig ändert, also nicht einfach nur in eine Richtung bewegt, dann empfiehlt sich ein teilweiser Wasserwechsel. Dabei sollte zwischen einem Viertel und die Hälfte des Wassers ausgetauscht werden. Das sorgt auf Dauer für einen stabilen pH-Wert.

Treibholz

Mit der Zeit wird das Wasser im Becken durch zu viel Fischfutter und Ausscheidungsprodukte der Fische verunreinigt. Das beeinflusst den pH-Wert negativ. Dagegen lässt sich wunderbar natürliches Treibholz einsetzen. Nehmen Sie sich ein gutaussehendes Stück davon und legen Sie es in das Aquarium. Dadurch bekommen Sie einen guten Anblick und die Fische haben etwas zum Entdecken, Erkunden und Verstecken.

Das Beste ist jedoch, dass das Stück Treibholz wie ein Filter wirkt. Dabei ist die Wirkung umso größer, je mehr raue Oberflächen und Einkerbungen das Holz mitbringt. Bevor Sie jedoch das Holz einsetzen, sollten Sie es erst einmal gründlich reinigen. Dazu gehören das Abspülen, Abkochen und das Einsetzen in Wasser. Letzteres sollte sich über mehrere Tage erstrecken. Auf diese Weise haben Schnecken keine Chance und das Holz bringt keine Verunreinigungen in das Wasser.

Torfmoos

Ebenso wie Treibholz, so wirkt auch Torfmoos als natürlicher Filter. Damit entfernt es Verschmutzungen aus dem Wasser, die den pH-Wert beeinflussen würden. Aber auch hier gilt, dass das Moos zuerst einmal gereinigt werden muss.

Da es sich um Moos handelt, verbietet sich das Kochen vor dem Einsetzen von selbst. Dennoch können Sie es abspülen und für einige Tage in klarem Wasser liegen lassen. Dadurch werden alle Verunreinigungen entfernt, die sich eventuell darauf befinden.

Das Einsetzen in das eigentliche Becken kann direkt erfolgen. Damit erbringt es eine Filterwirkung, doch das ist nicht unbedingt die beste Vorgehensweise. Besser ist es, es in einem Netzbeutel oder direkt in den Filter einzusetzen. Auf diese Weise kann das Moos das Wasser nicht nur besser filtern. Es ist auch einfacher, das Wasser zu wechseln, ohne dabei das Moos unbeabsichtigt zu entfernen.

Mandelblätter

Ein gutes Hausmittel ist das Einsetzen von Mandelblättern. Die Blätter enthalten selbst mehrere chemische Bestandteile, die den pH-Wert absenken. Dazu kommt, dass sie, ähnlich dem Treibholz und dem Moos, wie ein Filter wirken. Damit reinigen sie das Wasser, so dass es seinen natürlichen pH-Wert zurückbekommt.

Leider sind auch die Mandelblätter genauso wie das Treibholz und das Moos in der Lage, das Wasser zu verunreinigen. Daher muss es vor dem Einsetzen genauso vorbehandelt werden. Das heißt, Sie sollten die Blätter erst einmal abspülen und dann für eine Weile in klarem Wasser liegen lassen. Wenn sie dann richtig sauber sind, können Sie sie in das Aquarium einbringen.

Osmosefilterung

Ein Osmosefilter ist in der Lage, den pH-Wert wieder in den grünen Bereich zu bringen, indem er alle Verunreinigungen aus dem Wasser entfernt. Damit können sie dessen Qualität nicht mehr beeinflussen und Sie haben wieder schönes, sauberes Wasser im Becken.

Die Reinigung geschieht mit Hilfe von Filtern, die mit kleinsten Öffnungen praktisch nur die Wassermoleküle passieren lassen. Auf diese Weise können bis zu 99% der enthaltenen Schmutzpartikel entfernt werden.

Eine weitere Wirkung ist, dass nur die großen Schadpartikel entfernt werden. Kleinere Ionen können passieren, so dass das Wasser nicht einfach nur sauberer wird. Es wird zugleich auch gesünder für die Fische.

Eine solche Filterung kommt mit einem entsprechenden Preis. Diejenigen, die ein solches System verwenden, schwören jedoch darauf. Sie berichten, dass die Wirkung die Investition wert war. Damit lässt sich am einfachsten ein ständig gleichbleibender pH-Wert sicherstellen. Man muss diesen nicht einmal mehr ständig überprüfen und neu einstellen.

Die Filteranlagen sind jedoch eher groß und nehmen dadurch eine Menge Platz weg. Das heißt, dass sie sich nicht für kleine Becken lohnen. Für größere Aquarien sind sie jedoch durchaus eine gute Investition.


Wie oft muss der pH-Wert Wassers getestet werden?

Es empfiehlt sich, den pH-Wert des Wassers regelmäßig zu testen, um Fehlentwicklungen frühzeitig zu entdecken. Darüber hinaus bekommt man so ein Gefühl dafür, was den Wert wie schnell beeinflusst. So können verschiedene Futtersorten und Umweltbedingungen durchaus die Entwicklung beeinflussen.

Die Tests sollten als Minimum einmal im Monat erfolgen. Besser ist es jedoch, alle zwei Wochen den pH-Wert zu überprüfen. So kann man schneller reagieren und das Schlimmste verhindern. Für die Zukunft sollten die Werte in einem Logbuch eingetragen werden, so dass sich später feststellen lässt, wann was schiefging.

Der pH-Wert kann über den Tag hinweg schwanken. Daher ist es am besten, am Nachmittag zu testen. Dann bekommt man den Maximalwert. Sollten die Fische krank werden, muss öfters getestet werden. Wird Medizin verwendet, muss vor deren Einbringen, während der Vergabe und danach getestet werden. Ebenso ist ein Test vor dem Kauf neuer Fisch angeraten. Dann lässt sich sicherstellen, dass die neuen Aquariumsbewohner mit dem Wert leben können.


Der normale pH-Wert in einem Süßwasseraquarium

Der normale pH-Wert in einem Süßwasseraquarium sollte zwischen 7 und 8 liegen. Dabei ist jedoch auch auf die Bedürfnisse der Fische zu achten. Welchen Wert diese brauchen, können Sie in ihrem Steckbrief finden. Allgemein empfiehlt sich der folgende pH-Wert für Fische aus:

  • Südamerika und Asien 5 bis 7
  • Mittelamerika 7
  • Malawi und Tanganjika 8

Fazit

Der pH-Wert des Aquariumswassers ist von überragender Bedeutung, wenn es um das Wohlergehen der Fische darin geht. Daher muss der Wert ständig überprüft werden und es sind verschiedene Maßnahmen nötig, um ihn in dem Bereich zu halten, der gebraucht wird.