Warum stinkt das Aquariumwasser

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Das Wasser in einem Aquarium riecht normalerweise immer. Dabei erinnert der Geruch entweder an das Meer bzw. an klares Seewasser oder aber an einen Wald mit Moos. Das ist angenehm und zeigt an, dass sich das Ökosystem im Aquarium im Gleichgewicht befindet.

Es kommt jedoch auch vor, dass der Geruch dem von Schlamm oder fauligem Essen gleicht. Das ist ein Warnzeichen. Hier befindet sich das Ökosystem nicht mehr im Gleichgewicht. Algen oder Fäulnisbakterien überwiegen. Das sind jedoch nur die direkten Ursachen. Dahinter steckt mindestens ein weiterer Grund, der dem Aquarium selbst entspringt.

Warum stinkt das Aquariumwasser

Riecht das Aquariumswasser schlecht, stecken Algen und Fäulnisbakterien dahinter. Diese kommen jedoch nicht von allein. Sie brauchen eine Lebensgrundlage und die wird ihnen durch

  • einen Überbesatz an Fischen
  • Ausscheidungsprodukte der Fische
  • tote Fische
  • abgestorbene Pflanzen
  • Überfütterung
  • verstopfte oder ungereinigte Filter
  • zu oft gewechseltes Wasser

geboten.

Ein Überbesatz an Fischen sorgt dafür, dass sich zu viel Ausscheidungsprodukte im Wasser befinden. Dazu kann es aber auch durch eine unzureichende Filterung kommen, wenn kein Überbesatz vorliegt. Darüber hinaus führen zu viele Fische zu einer Veränderungder Balance des Ökosystems. Dazu kommt eine Konkurrenz um die Nährstoffe und dann auch noch aggressives Verhalten. Das Resultat sind tote Fische oder abgestorbene Pflanzen, die Fäulnisbakterien und Algen anlocken.

Ohne ausreichende Pflege kann es aber auch ohne einen Überbesatz zu toten Fischen oder abgestorbenen Pflanzen kommen. Das ist einfach eine natürliche Folge des Lebens.Auch hier gilt, dass diese schnell aus dem Wasser entfernt werden müssen. Nicht nur wirken sie negativ auf das Ökosystem, die Ausscheidungen der Fäulnisbakterien wirken auch noch giftig auf die anderen Bewohner des Beckens.

Wer es zu gut mit seinen Fischen meint und ihnen sehr viel Futter gibt, führt damit nur andere Probleme herbei. In einem solchen Fall vermehren sich Algen sehr schnell, die dann zu einem deutlichen Geruch führen. Darüber hinaus stehen sie auch in Nahrungskonkurrenz mit den Pflanzen und sie verhindern eine ausreichende Versorgung des Wassers mit Sauerstoff. Das wiederum gefährdet die Fische ganz direkt.

Interessant ist, dass man es auch in einer anderen Hinsicht zu gut meinen kann. Wer nämlich das Wasser im Aquarium zu oft oder zu umfangreich wechselt, begünstigt auch damit die Bildung von Algen und das Ansiedeln schlechter Bakterien. Das liegt daran, dass sich im Becken ein Ökosystem bildet. Dazu gehören auch viele gute Bakterien, die sich im Wasser und vor allem auf dem Boden tummeln. Wenn diese sich nicht ausreichend vermehren können, weil das Wasser zu oft oder auf einmal komplett ausgetauscht wird, haben schlechte Bakterien eine Chance. Darüber hinaus werden Schad- und Abfallstoffe nicht mehr in ausreichender Menge von den guten Bakterien entfernt. Das dient dann den Fäulnisbakterien als Lebensgrundlage.

Egal, welche spezielle Ursache in Ihrem Aquarium vorliegt, sie führt immer zu einer deutlichen Erhöhung der Nitritwerte. Wer also das Wasser daraufhin regelmäßig testet, kann die Fehlentwicklung rechtzeitig erkennen und dementsprechend eingreifen.

Was sich gegen stinkendes Aquariumwasser tun lässt

Sobald sich eine Geruchsentwicklung oder eine Erhöhung der Nitritwerte feststellen lässt, muss eingegriffen werden. Ebenso lässt sich optisch die Bildung von Algen erkennen. In jedem Fall ist es nötig, das Wasser großzügig auszutauschen.

Weiterhin kann man auch auf das Verhalten der Fische achten. Sobald diese vermehrt an die Oberfläche schwimmen und dabei nach Luft japsen, brauchen sie Sauerstofftabletten oder einen Sprudelstein. Das sorgt zumindest für den Moment für eine Entspannung der kritischen Lage. Danach muss dauerhaft auf eine gute Qualität des Wassers geachtet werden.

Wie sich stinkendes Aquariumwasser verhindern lässt

Damit das Aquariumswasser nicht erneut einen unangenehmen Geruch entwickelt, muss nun langfristig auf eine ausreichende Qualität geachtet werden. Das beginnt damit, dass das Wasser ständig kontrolliert wird. Darüber hinaus sollte die Fütterung der Fische minimiert werden, damit sich hier keine neue Lebensgrundlage für Algen bildet.

Mitunter brauchen die Fische Medikamente. Hier müssen Sie sicherstellen, dass Sie diese nicht unnötig lange anwenden. Die Medikamente stellen Chemikalien dar, die das Wasser belasten. Sobald also die Vergabe eingestellt werden kann, sollte dies auch erfolgen. Darüber hinaus ist dann ein Wasserwechsel angezeigt. Auch sollte ein Filter mit Aktivkohle verwendet werden, der die Chemikalien zuverlässig aus dem Wasser entfernt.

Bei jedem Wasserwechsel ist das Aquarium genau in Augenschein zu nehmen. Abgestorbene Pflanzen oder auch nur einige Reste davon müssen unbedingt entfernt werden. Auch sollten sich keine toten Fische mehr im Becken befinden. Auf beides ist auch immer dann zu achten, wenn keine Komplettreinigung nötig oder angezeigt ist.

Damit sich langfristig die Qualität des Wassers auf dem richtigen Niveau einpendelt, ist neben dem eigentlichen Filter auch Filterschlamm einzusetzen. Wenn Sie keinen haben, dann ist es nötig, mit Starterbakterien zu arbeiten. Diese führen dann im Wasser zu einer ausreichenden biologischen Filterung, die sich jedoch erst mit der Zeit aufbaut. Dafür darf das Wasser dann nicht mehr komplett ausgetauscht werden und auch ein teilweiser Austausch darf dann nicht mehr übertrieben oft geschehen.

Gerade bei einem Wasseraustausch sollten Sie nicht vergessen, dass das Aquariumswasser ein wichtiger Teil des Ökosystems ist. Es bildet die Lebensgrundlage der Fische. Es komplett auszutauschen, ist ein sehr drastischer Schritt, denn damit verschwinden auch die Kulturen aus guten Bakterien. Damit wird das Ökosystem auf jeden Fall aus dem Gleichgewicht gebracht und muss sich erst erneut wieder einstellen. Dementsprechend ist ein solcher kompletter Austausch nur das letzte Mittel und sollte wann immer möglich vermieden werden.

Worauf es für eine gute Wasserqualität und ein ausgewogenes Ökosystem ankommt, ist eine regelmäßige Reinigung und Pflege des Beckens. Dabei muss auch der Filter ordentlich gereinigt werden, da sich sonst Reste von Pflanzen und Futter darin absetzen können, die dann verfaulen. Sehr gut ist auch die Verwendung eines Carbon Filters, der für eine sehr gute Wasserqualität sorgt. Weiterhin sollte die Glasscheibe mit einem speziellen Reiniger gereinigt werden. Auf keinen Fall sollten dabei andere Reinigungsmittel eingesetzt werden.

Fazit

Riecht das Wasser im Aquarium schlecht, ist das eine Folge eines Befalls mit Fäulnisbakterien und Algen. Dies wiederum geschieht, wenn sich zu viel Futter bzw. tote Fische oder tote Pflanzen im Wasser befinden. Auch kann es durch eine übertriebene Reinigung geschehen, die das Ökosystem zerstört, weil sie die guten Bakterien zurückdrängt. In einen solchen Fall muss als Sofortmaßnahme das Wasser gewechselt werden. Danach geht es langfristig um das Erreichen und Halten einer guten Wasserqualität.